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Baukultur+

Zukunftsinitiative Planen + Bauen + Leben

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Zukunftsinitiative Planen +
Bauen +
Leben

Ziel der Zukunftsinitiative ist es, einen Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Innovationen im Bauwesen und den politischen Entscheidungsträger:innen zu leisten. Gemeinsam mit den Experten für technische Gebäudeausrüstung (TGA) von Sanbrain trägt die Baukultur.Plus-Mutter und politische Unternehmensberatung elfnullelf GmbH Wissen und Ideen in die Politik. Die Vernetzung ist ein niedrigschwelliges Angebot an Bauschaffende aus allen Bereichen des Planens und Bauens, in einem informelle Format – überwiegend online – unkompliziert mit politisch Verantwortlichen in den Austausch zu treten. Das Grundprinzip: Ein Thema, eine unternehmerische Expertise, ein politischer Impuls. Vier Themenbereiche will die Initiative primär adressieren.

Foto: unsplash.com Clint Adair

Es beginnt mit dem Baugrund, der nicht vermehrbar ist. Bereits bis 2020 sollte das sogenannte 30-Hektar-Ziel erreicht werden: Täglich sollten in Deutschland nicht mehr als 30 ha netto für Gebäude und Infrastruktur in Anspruch genommen werden. Der Wert liegt lt. Umweltbundesamt weiterhin bei deutlich über 50 ha. Ein weiteres Thema ist die Kreislaufwirtschaft. Alle Bauten zusammen bilden ein riesiges Rohstofflager. Um nicht immer nur neue Materialien in Umlauf zu bringen, müssen die Baustoffe wie Steine, Holz, Metalle oder Kunststoffe möglichst wiederverwertet werden. Das ist auch ein entscheidender Beitrag zum klimaschonenden Bauen. Etwa die Hälfte der eingesetzten Ressourcen werden für die Erstellung und weitere 50 Prozent für den Betrieb eines (Wohn-)Gebäudes über dessen Lebenszyklus benötigt.

Foto: Unsplash.com Louis Reed

Wie im vorangehenden Text angedeutet, spielt die Gebäudeenergie eine herausragende Rolle. Rund 19 Mio. Wohngebäude in Deutschland brauchen nicht nur Strom, sondern auch Wärme zum Heizen oder für warmes Wasser. Natürlich wird im gewerblichen Bereich ebenfalls viel Energie in Gebäuden benötigt. Hier ist die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) gefragt. Von der Heizung über die hausinterne Wasser- und Stromversorgung bis hin zur hauseigenen Energiegewinnung entscheidet alles über die Frage, ob ein Gebäude nachhaltig ist oder nicht. Die meisten Gebäude im Land sind Bestand. Über zwei Drittel aller Bauleistungen werden hier erbracht. Deren energetische Ertüchtigung ist zentraler Baustein. Ein Teil der Sanierung könnte seriell nach Vorbild des niederländischen Energiesprong-Prinzips erfolgen. Strom und Wärme im Gebäude der Zukunft werden zusammen gedacht.

Foto: Unsplash.com Sungrow EMEA

Digitalisierung ist ein klassisches Querschnittsthema. Egal, ob Gesundheit, Kommunikation, Industrieproduktion – ohne digitale Prozesse ist (fast) nichts mehr möglich. So auch im Bauwesen. Das fängt mit der digitalen Planung an und hört beim digital gestützten Facility-Management noch nicht auf. Die Planung des digitalen Zwillings im Prozess des Building Information Modeling (BIM) wird weiter an Bedeutung zunehmen. Digitale Pläne helfen, komplexe Bauabläufe zu koordinieren, geben Auskunft über Materialeinsatz und helfen später im Betrieb bei Reperaturaufgaben. Materialkataster können zudem einen großen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten. Ein weiteres Zukunftsfeld kann der 3D-Druck im Bau werden. Erste Prototypen entstehen bereits.

Foto: Unsplash.com Evgeniy Surzhan

Wir alle beanspruchen immer mehr Platz. Das beginnt beim Baugrund und endet nicht bei der Wohnfläche pro Einwohner. Dieser Wert pendelt in den letzten zehn Jahren in Deutschland bei etwas unter 50qm/Kopf mit leichter Tendenz nach oben. Ebenso lange wird der Wohnraummangel in den Ballungszentren diskutiert. Der Bedarf ist nach wie vor groß und vor allem Wohnungen für sozial schwächere Menschen sind gefragt. Deutschland ist zudem überwiegend ein Mietmarkt. Aufgrund der Langlebigkeit von Gebäuden spielen nicht nur Material und Energie (s.o.) eine gewichtige Rolle, sondern auch der Aspekt der Inflexibilität. Die Anspruchsphasen einer Familie variieren mehrfach über diese Zeit. Darum ist eine zentrale Herausforderung für den Bau, flexible Gebäudetypen zu schaffen, die sich dynamisch über ihre Lebensdauer anpassen lassen. Sowohl in der Größe als auch mit Blick auf die Nutzungstypen. Tiny Houses sind zwar immer noch ein Nischensegment. Sie erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit. Weniger ist mehr – für alle.

Foto: Unsplash.com Robert Nickson

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